Schütze Deine Privatsphäre: Was Google über Dich weiß und wie Du Dich verhalten solltest

Zuletzt am April 23, 2019 von Joel Timothy aktualisiert

Du wärst erstaunt, was Google alles über Dich weiß. Lies weiter und Du wirst es erfahren.

Laut einem Bericht von Brand Finance Global war Google 2018 die drittwertvollste Marke. Das Geheimnis ihres Erfolgs? Daten sammeln!

GoogleGoogle sammelt eine Vielzahl von Benutzerdaten aus seinem breiten Serviceangebot. Sie erfassen nicht nur über ihre beliebte Suchmaschine und den Gmail-Service Daten, sondern auch über Google Maps und das Open-Source-Betriebssystem Android.

Der Tech-Gigant behauptet, dass er Deine Daten nur sammelt, um Dir relevante Werbung anzeigen zu können und Deine Online-Erfahrung zu verbessern. Daraus machen sie auch kein Geheimnis. Sobald Du ihre Datenschutzrichtlinie öffnest, lautet die erste Erklärung darin: „Wenn Sie unsere Dienste nutzen, vertrauen Sie uns Ihre Informationen an.“

Wenn Du etwas von Deiner Online-Anonymität zurückerlangen möchtest, solltest Du Dich hier über Alternativen zu den Google-Apps belesen.

Wie sammelt Google Deine Daten, was wissen sie über Dich und was kannst Du gegen die Sammelwut tun? Lies weiter, wenn Dich die Antworten auf diese Fragen interessieren.

Schnellnavigation:

1Wie Google Deine Daten sammelt

Google erhebt Daten, wenn Du einen ihrer Dienste nutzt. Nachfolgend sind die wichtigsten von Google angebotenen Dienste und die Art vom jeweiligen Dienst erfassten Daten aufgelistet.

Chrome logoGoogle Chrome

Der Browser von Google ist bei weitem der am häufigsten verwendete Browser. Er erfasst Ihren gesamten Verlauf, insbesondere die von Ihnen besuchten Websites.

Du solltest wissen, dass Google Chrome diese Informationen auch dann erfasst, wenn Du nicht bei Deinem Google-Konto angemeldet bist. In diesem Fall speichern sie die Informationen unter einer eindeutigen, an den Browser gebundenen Kennung.

Google logoGoogle-Search

Die Websuche von Google ist mit verschiedenen anderen Diensten wie Chrome, Google Home, YouTube und verschiedenen Apps verbunden. Es werden Informationen zu allen Suchanfragen erfasst, die Du über die Google-Suche tätigst.

Gmail

Der kostenlose E-Mail-Dienst von Google ist sehr beliebt und kann über das Web oder die Mail-App von Google aufgerufen werden. Auch Programme von Drittanbietern können auf den Dienst zugreifen, und den Inhalt des Posteingangs über die POP- oder IMAP-Protokolle synchronisieren.

Der Dienst sammelt Informationen über Deine E-Mail- und / oder Telefonkontakte und analysiert sogar den Inhalt der E-Mails, die Du sendest oder empfängst!

Google mapsGoogle Maps

Google Maps zeigt Dir nicht nur Straßen und andere Verkehrswege. Die durch die App gesammelten Informationen, wie z.B. gesuchte Orte, besuchte Orte, verwendete Transportmittel, Reisedaten, etc., werden ebenfalls gespeichert.

Selbst wenn Du Google Maps nicht öffnest, werden alle von Dir besuchten Orte erfasst. Dafür werden die GPS- und Mobilfunkdaten Deines Telefons ausgewertet. Du kannst Dir die Orte, die Du besucht hast, sogar jederzeit anzeigen lassen und die gargestellten Strecken und Orte ändern oder löschen.

Google AdsGoogle Ads

Google Ads erfasst Deine Daten, um Dir personalisierte Anzeigen einblenden zu können. Diese Daten werden aus Deinem Google-Konto entnommen und von Google selbst und Werbetreibenden, die mit Google zusammenarbeiten, genutzt.

Diese Daten stammen aus den gesammelten Inhalten der verschiedenen Google-Dienste. In den Anzeigeneinstellungen kannst Du überprüfen, was Themengebiete Google Ads aktuell für Dich für relevant hält. Auf dieser Seite kannst Du die Anzeigenpersonalisierung auch problemlos deaktivieren.

Google photosGoogle Fotos

Google Fotos ist ein sehr intelligenter Dienst. Er kann selbst dann eine Person aus einer Gruppe von vielen Personen identifizieren, wenn das Foto nicht besonders scharf ist. Der Dienst sammelt Informationen über Deine Freunde und Personen, die häufig in Deinen Fotos erscheinen, einschließlich der Orte, an denen die Fotos aufgenommen wurden.

Google calendarGoogle Kalender

Google Kalender kann problemlos Deine anstehenden Pläne und Termine problemlos auslesen, die Du ja selbst hinzugefügt hast. Die Daten können auch aus E-Mails übernommen werden, die Du erhalten hast.

YouTubeYouTube

YouTube sammelt viele Daten, die dann verwendet werden, um Dir Musik oder Videos vorzuschlagen, die Dich interessieren könnten. Sie erfassen Deine IP-Adresse, Dein Suchprotokoll, Videos, die Du abgespielt oder hochgeladen hast, Deine Videospielgewohnheiten, etc.

Google newsGoogle News

Google News analisiert Deinen Browserverlauf und Deine IP-Adresse, um Dir Nachrichten vorzuschlagen. Der Dienst verfolgt dann, auf welche Nachrichten Du klickst und identifiziert so die für Dich interessanten Themen für ein besseres Nutzererlebnis.

Google HangoutsGoogle Hangouts

Google Hangouts hat normalerweise Zugriff auf Deine Kontakte und kann sogar Deine Unterhaltungen lesen, um Deine Interessen zu analisieren.

Google FitGoogle Fit

Wenn Du Google Fit verwendest, erhält Google eine ziemlich genaue Zusammenfassung von Deinem Gesundheitszustand. Du stelltst ihnen bereitwillig Gewicht, Größe und Alter bereit und sie sind bestens informiert über Deine Fitnessziele und wie viele Kalorien Du pro Tag verbrennen möchtest.

Weitere Google-Dienste, die Daten von Dir erheben, sind Google Books (Deine Leseinteressen), Google Shopping (Produkte, die Du kaufen möchtest) und Waze (gesuchte Orte und Strecken, besuchte Orte usw.).

2Was Google über Dich weiß?

Basierend auf den Informationen, die von jedem der oben genannten Dienste erfasst wurden, gibt es nur weniges, was Google nicht über Dich weiß. Sie kombinieren die Daten der verschiedenen Dienste und erstellen so ein ziemlich genaues Profil von Dir.

1 Sie wissen, wer Du bist

Appearance Who you are

Dein Aussehen

Google Fotos erkennt Dein Aussehen dank Gesichserkennungssoftware problemlos. Der Dienst fordert Dich außerdem dazu auf, Freunde oder Bekannte auf Bildern zu kennzeichnen. Selbst wenn Du die Bilder nicht mit Tags versiehst, überprüft Google Fotos alle Bilder. In den meisten Fällen identifiziert Dich der Dienst selbt inerhalb einer Menschenmenge erfolgreich im ersten Versuch.

Sie können außerdem Deine Angaben zu Alter, Gewicht und Körpergröße von Google Fit mit hinzuzihen, um zu ermitteln, wie Du aussiehst!

Deine persönlichen Details

Beim Erstellen Deines Google-Kontos musst Du persönliche Daten wie Namen, Geschlecht und Alter angeben. Hinzu kommen dann weitere Daten von hinterlegten Kreditkarten, Google Fit usw., wodurch Google eine vollständige Datenbank mit Deinen persönlichen Daten erhält.

Deine Stimme

Wenn Du auf einem Android-Smartphone oder einem anderen Gerät Google Home verwendest, kennt Google ganz genau den Klang Deiner Stimme. Tatsächlich haben sie sogar alles gespeichert, worüber Du mit ihrem Assistenten gesprochen hast. Das kannst Du im Bereich „Meine Aktivitäten“ bei Google nachlesen.

Deine Glaubensrichtung und Deine politischen Ansichten

Du wirst ziemlich sicher auf Google nach verschiedenen Themen in Bezug auf Deine Religion oder politische Gesinnung suchen. Google analisiert diese Daten und ist demzufolge sehr gut über Deine religiösen und politischen Ansichten informiert.

Dank der von Dir besuchten Webseiten wissen sie sogar, über welche politischen Kandidaten Du Dich informierst und für wen Du bei den nächsten Wahlen stimmen könntest!

Deinen Gesundheitszustand

Wann immer Du Krankheitssymptome feststellst, suchst Du höchstwahrscheinlich auf Google danach. Nachdem Dir eine Diagnose gelungen ist, suchst Du als nächstes nach einer Behandlungsmethode oder nach Medikamenten. Google zeichnet auch diese Daten genau auf.

Durch die Kombination von Suchanfragen, Deinem Bewegungsprofil auf den besuchten Webseiten, Deinen Krankschreibungszeiträumen (ja, auch das wissen sie) und anderen Daten erhalten sie ein sehr gutes Bild von Deinem Gesundheitszustand.

2 Deine Aufenthaltsorte

Everywhere you’ve ever been Google kann ganz leicht all die Orte nachverfolgen, zu denen Du reist, insbesondere wenn Du ein Android-Telefon verwendest. Sie könnten Dir problemlos ein Bewegungsprofil Deines ganzen Tages anzeigen und alle Orte darstellen, zu denen Du gelaufen/gefahren bist, die Du besucht hast, an denen Du länger verweilt hast, etc. Dank den Google-Standortdiensten kennt Google mit einiger Sicherheit folgende Ort:

Deinen Wohnort und Deine Arbeitsstelle

Google kann problemlos Deinen Wohnort ermitteln, indem Sie auswerten, wo Du Dich normalerweise nachts und am Wochenende aufhältst. Auch über Deinen Arbeitsort und regelmäßige Dienstfahrten wissen sie bestens Bescheid. Sie tracken die Orte, die Du täglich besuchst und auch, wie lange Du dort verweilst.

Nach einiger Zeit schlägt Google Maps Dir dann sogar vor, diese Orte entweder als Dein Wohnort oder Deinen Arbeitsplatz zu bestätigen. Sobald Du das getan hast, hast Du ihnen auch Deine Hauptaufenthaltsorte bestätigt.

Die Orte, zu denen Du gereist bist

Du wirst sicher schon häufig bemerkt haben (wenn Du die Funktion nicht deaktiviert hast), dass Google Dich auffordert, die Orte zu bewerten, an denen Du Dich aufgehalten hast. Sie wissen genau, wann Du einen neuen Ort besuchst, und sie wissen sogar, was Du dort höchstwahrscheinlich gemacht hast. Jedes Museum, Café und ähnliche Orte, die Du besucht hast, werden in Deinem Profil gespeichert.

3 Deine Freunde

Who your friends are Google fordert bei vielen seiner Dienste den Zugriff auf Deine Kontaktliste. Wenn Du ein Android-Smartphone verwendest, geschieht dies sogar standardmäßig. Google kann also auf alle Informationen in Deiner Kontaktliste zugreifen und so z.B. die private Telefonnummer, die E-Mails, die Rufnummer am Arbeitsplatz und den Geburtstag Deiner Kontakte auslesen.

Mit Hilfe dieser Daten können sie analysieren, wie häufig und wie lange Du mit bestimmten Personen sprichst und an welche Gmail-Kontakte Du besonders häufig E-Mails sendest. Wenn Du Dich über Gmail mit Freunden verabredest, weiß Google natürlich auch darüber Bescheid. Google markiert Deine Freunde auch automatisch in Google Fotos und behauptet, dies nur deshalb zu tun, damit Du Dich auch in vielen Jahren noch an diese Situation erinnern kannst.

4 Dein Surfverhalten

Your browsing habits Google möchte so viel wie möglich über Dein Surfverhalten wissen, um Deine Bedürfnisse besser adressieren zu können. Wenn Du den Chrome-Browser verwendest, haben sie Zugriff auf alle von Dir besuchten Webseiten und wissen neben vielen andern Dingen ganz genau, wie viel Zeit Du auf einer bestimmten Webseite verbracht hast. Selbst wenn Du Chrome nicht verwendest, nutzt Du höchstwahrscheinlich die Google-Suchmaschine. Der Effekt ist nahezu der gleiche, da sie auch hier Deine aktuellen Suchvorlieben und die besuchten Webseiten mitlesen können.

Wie verhält es sich aber, wenn Du einen anderen Browser und eine andere Suchmaschine verwendest? Sehr wahrscheinlich verwendet die von Dir besuchte Website einen Google-Dienst wie AdSense und Google Analytics oder bietet ein eingebettetes YouTube-Video. Auch in diesem Fall werden durch diese Dienste automatisch bestimmte Informationen über Dich an Google gesendet.

Zu diesen Informationen zählen Dinge, wie die URL der besuchten Seite und Deine IP-Adresse (wir zeigen Dir im weiteren Verlauf, wie Du dies verhindern und anonym bleiben kannst). Die Dienste können auch bestimmte Cookies auf Deinem Rechner speichern oder sogar vorhandene Cookies auslesen! Es ist wirklich nicht einfach, der Datensammelwut von Google zu entkommen, aber wir werden noch auf verschiedene Möglichkeiten zu sprechen kommen.

Als erstes solltest Du Dir hier die Liste der Suchmaschinen anschauen, die kein Profil ihrer Nutzer erstellen.

5 Was Dich interessiert

what you like
Um Dir auch Dich zugeschnittene Angebote zuspielen zu können, versucht Google herauszufinden, was für eine Art von Person Du bist und wofür Du Dich interessierst. Sie extrahieren dafür Schlüsselwörter aus Deinen Google-Suchanfragen und den von Dir gelesenen Nachrichten, und kombinieren diese dann mit anderen Mustern, um Deine Vorlieben und Interessen zu ermitteln. Diese werden dann in Kategorien wie die folgenden gruppiert:

Deine Interessen

Wenn Du Sportfan bist, wirst Du höchstwahrscheinlich nach Nachrichten zu Deinem bevorzugten Verein oder Sportereignis suchen. Nachdem Google diese Daten analysiert hat, werden Dir automatisch Artikel und Nachrichten zu diesem Team oder dieser Sportart vorschlagen. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Interessenbereiche, sei es Fitness, Kochen oder andere.

Was Du kaufst oder bald kaufen möchtest

Dies ist einer der Bereiche, in denen Google sich besonders intensiv mit der Auswertung der erfassten Daten befasst. Du wirst sicher bemerkt haben, dass Du nach der Suche nach einem bestimmten Produkt noch eine ganze Weile passende Anzeigen für dieses Produkt angezeigt bekommst.

Dies ist auf die Arbeit des AdSense-Dienstes zurückzuführen, der einen Cookie zu diesem Produkt an Deinen Browser sendet. Sie indizieren diese Informationen dann in ihre Datenbank, um ein Muster der Dinge zu entwerfen, die Du gerne kaufst oder kaufen möchtest.

Was Du Dir anschaust und anhörst

Google weiß gut darüber Bescheid, welche Arten von Videos, Serien und Filmen Du gerne schaust und welche Musik Du magst. Dazu brauchen sie nur Deine Suchanfragen und Deine YouTube-Sehgewohnheiten miteinander zu kombinieren.

Wenn Du die Google Home-App auf Deinem Telefon nutzt, erhältst Du vielleicht auch schon Benachrichtigungen, sobald z.B. ein bestimmter zu Deinem Profil passender Musiker ein neues Album veröffentlicht.

6 Deine Pläne

Your future plans Google weiß nicht nur, was Du bereits getan hast und gerade tust, sondern auch, was Du in naher oder ferner Zukunft tun wirst.

Orte, die Du besuchen willst

Wenn Du nach einem bestimmten Ort oder nach Informationen zu diesem Ort gesucht hast, geht Google davon aus, dass Du diesen höchstwahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft besuchen wirst. Typischerweise sucht man in Vorbereitung auf eine Reise nach Sehenswürdigkeiten, den besten Hotels und Restaurants, Mietwagenstationen, etc. Google nutzt diese Informationen, um Dir gezielt Werbeanzeigen einzublenden.

Weitere Lebensplanung

Google already has a whole database of information on you. If at some point you Google verfügt bereits über eine vollständige Datenbank mit Informationen über Dich. Wenn Du irgendwann anfängst, Dich über Verlobung, Hochzeit oder Kinder zu informieren, sind sie damit natürlich auch bestens über Deine Familienplanung informiert.

Auch in diesem Fall werden sie die Informationen nutzen, um speziell auf Dich zugeschnittene Anzeigen zu schalten. Oft weiß Google sogar eher über freudige Familienereignisse Bescheid, als es Deine Freunde und Familie tun!

3Wie Google diese Informationen verwendet

Google macht kein Geheimnis darum, dass sie Nutzerdaten sammeln. Und auch zum Warum und Wofür geben sie bereitwillig Auskunft. Dies sind die Gründe, die Google als Argumente für die Datensammlung ins Feld führt:

Anzeigenpersonalisierung

Anzeigenpersonalisierung ist eine Technik, dank der Google Dir Anzeigen einblenden kann, die speziell auf Dich zugeschnitten sind. Wenn Du beispielsweise eine Webseite mit Herrenkleidung besucht hast, wirst Du anschließend vermehrt Anzeigen für Männermode angezeigt bekommen.

Google richtet die Art der präsentierten Anzeigen gänzlich nach Deinen Interessengebieten aus. Diese Interessengebiete werden aus Deinen Suchgewohnheiten und anderen gesammelten Daten abgeleitet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du auf eine personalisierte Anzeige klickst, ist höher als bei beliebigen Anzeigen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass auch die Einnahmen von Google höher ausfallen.
Google Ad Personalization Wenn Du möchtest, kannst Du die Anzeigenpersonalisierung aber auch deaktivieren. Dies wirkt sich jedoch nicht auf die Anzahl der angezeigten Anzeigen oder deren Häufigkeit aus. Stattdessen erhältst Du fortan nur noch generische Anzeigen.

Pflege und Verbesserung der Dienste

Google verwendet die gesammelten Daten, um die bereitgestellten Dienste stetig zu verbessern. Dies geschieht auf verschiedene Arten, wie zum Beispiel:

  • Erleichterung der Dienstbereitstellung
  • Pflege und Verbesserung der Dienste
  • Entwicklung neuer Dienste
  • Bereitstellung maßgeschneiderter Dienste
  • Performance-Messungen
  • Direkte Kommunikation mit Dir
  • Zum Schutz von Google, den Nutzern und der Öffentlichkeit

Hier findest Du eine detaillierte Erläuterung darüber, wie Google die gesammelten Daten zur Verbesserung seiner Dienste einsetzt.

4Verkauft oder teilt Google die Daten?

Does Google share or sell data Google versichert, dass sie Deine Informationen nicht an Dritte verkaufen. Bei vielen ihrer Dienste kannst Du jedoch selbst Daten für die Öffentlichkeit freigeben. Wenn Du z.B. einen öffentlichen Kommentar zu einem YouTube-Video hinterlässt, können andere Benutzer Deinen Namen und Dein Profilbild sehen. Abhängig von Deinen Google-Kontoeinstellung kann Google diese Informationen auch in Anzeigen verwenden.

Google teilt alle Informationen, die Dir nicht persönlich zuordenbar sind, auch mit Partnern, wie Werbetreibenden, Entwicklern, Publishern und Rechteinhabern.

Dies geschieht zum Beispiel, wenn sie bestimmte Trends nachweisen möchten, die durch die Verwendung ihrer Dienste ausgelöst werden. Alarmierend wird es dann, wenn Google seinen Partnern gestattet, selbst Daten aus Deinem Browser oder sogar Deinem Gerät auszulesen.

Abgesehen von den oben genannten Situationen gibt Google Deine Daten nur in folgenden Fällen weiter:

  • Mit Deiner Zustimmung. Zum Beispiel, wenn Du mit Deinem Google-Profil ein Konto bei einem anderen Anbieter erstellst.
  • Für die externe Bearbeitung.
  • Aus rechtlichen Gründen.

5Wie kann man die Datenerfassung von Google einschränken

Wenn Du bis hierhin aufmerksam gelesen hast, wirst Du eines sicher erkannt haben: Es gibt nur sehr wenig, was Google nicht über Dich weiß. Angefangen bei Deinen persönlichen Daten, Deiner Familie und Freunden bis zu den Orten und Webseiten, die Du besucht hast – da bleibt eigentlich nicht mehr viel, was man noch wissen müsste.

Deshalb folgen jetzt ein paar Tipps, wie Du die Datenerfassung von Google am besten einschränken kannst:

1 Benutze ein VPN

Virtual Private Network (VPN) Ein Virtual Private Network oder VPN, wie es allgemein genannt wird, ist ein Datenschutz- und Sicherheitstool, mit dem Deine Online-Identität verschleiert und Deine Daten geschützt werden.

Ein VPN verschlüsselt die Daten auf Deinem Gerät und tunnelt Deinen Online-Traffic sicher über einen Server Deiner Wahl. Auf diese Weise kann weder Dein Internetanbieter noch Google sehen, was genau Du Dir im Internet anschaust. Stattdessen „sehen“ sie eine falsche IP-Adresse und können Dich nicht anhand Deines IP-Standorts mit zielgerichteten Informationen und Benachrichtigungen versorgen.

Wir empfehlen die Nutzung von ExpressVPN, damit Du online das Maximum an Privatsphäre, Sicherheit und Anonymität genießt.

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2 Passe Deine Privatsphären-Einstellungen an

Du solltest unbedingt kontrollieren, welche Deiner Daten Google erfassen und nutzen darf. Dazu solltest Du einen Blick auf die zahlreichen Aktivitätssteuerungsoptionen von Google werfen.

Auf der Seite „Meine Aktivitäten“ gestatten sie es Dir sogar, Deinen zurückliegenden Aktivitätsverlauf zu löschen.

3 Nutze den Inkognito-Modus Deines Browsers

Jeder Browser bietet einen Inkognito-Modus. In diesem Modus werden weder Deine Suchverläufe noch die von Dir besuchten Webseiten gespeichert. Du bist in diesem Modus auch nicht in Deinem Google-Konto angemeldet, so dass wirklich keinerlei weitere Daten über Dich erfasst werden.

Einige der besuchten Webseiten erfassen und teilen jedoch weiterhin Deine IP-Adresse. Dies kann wiederum durch die Verwendung von ExpressVPN leicht verhindert werden.

4 Schalte die Standortermittlung aus

Es ist schwer zu verhindern, dass Google über Deinen Standort Bescheid weit – insbesondere dann, wenn Du ein Android-Smartphone nutzt und Maps oder Waze zur Routenplanung und Navigation verwendest.

Prinzipiell solltest Du die GPS-Standortermittlung deaktivieren, wenn Du nicht gerade einen der genannten Dienste nutzt. Aber auch dann kann Dein Standort anhand von WiFi- oder Mobilfunkdaten sehr genau bestimmt werden, was Du wiederum mit einem VPN verhindern kannst.

5 Vermeide die Nutzung von Google-Produkten

Das ist wirklich schwierig, wenn auch keinesfalls unmöglich. Du musst aber grundsätzlich dazu bereit sein, nicht immer nur den direktesten und leichtesten Weg zu gehen. Als erstes solltest Du Dich von Android verabschieden und Deinen Chrome-Browser gegen Safari oder Firefox eintauschen. Als datenschutzfreundliche Suchmaschine bietet sich DuckDuckGo an.

Auch zu den vielen anderen Google-Produkten und -Diensten, wie z.B. Google Maps, lassen sich durchaus Alternativen

6 Lösche Dein Google-Konto

Google weiß im Zweifel bereits so viel über Dich, dass Du Deine Konten möglichst vollständig löschen solltest, um sicherzugehen, dass sie diese Daten nicht mehr für ihre Zwecke nutzen können.

Dies bedeutet allerdings auch, dass alle in Deinem Google-Konto oder in anderen mit Deinem Konto verknüpften Diensten gespeicherten Daten verloren gehen.

6Abschließende Gedanken

Google hat wahrscheinlich genug Informationen, um Deine Identität zu klonen. Obwohl sie Dir nahezu die volle Kontrolle über die von Dir gespeicherten Informationen geben, kannst Du kaum verhindern, dass sie umfassende Daten über Dich erheben. Es sei denn Du verzichtest konsequent auf die Nutzung ihrer Dienste. Dies ist jedoch eine drastische Maßnahme, die vermieden werden kann.

Der erste Schritt zum Schutz Deiner Identität und zur Verschlüsslung Deiner Daten ist die Verwendung eines zuverlässigen VPNs, wie z.B. ExpressVPN. Mit einem solchen kannst Du die Kontrolle über Deine persönlichen Informationen zurückerlangen!

Joel Timothy
Verfasst von Joel Timothy
Joel ist ein Verfechter von Online-Privatsphäre und Autor. Seine speziellen Interessen sind Cybersicherheit und Internetfreiheit. Er hilft gerne anderen, schwierige technische Fragen und Probleme im Internet zu lösen. Außerdem möchte er stets die grenzenlose Leistung des Internets maximieren.