9 Tipps, wie du ein starkes Passwort erstellst und nie vergisst

Zuletzt am März 13, 2020 von John Bennet aktualisiert

Ein Passwort, das von einem Hacker geknackt oder erraten werden kann, taugt nicht viel. Wenn du zur Anmeldung bei deinem VPN ein leicht zu erratendes Passwort nutzt, ist es als Sicherheitstool ungeeignet.

Unbreakable passwords how to
Nur mit einem starken Passwort kannst du deine Daten wirklich schützen. Nicht wenige nutzen für viele ihrer Accounts, wenn nicht sogar für alle, ein- und dasselbe Passwort.

Für Hacker gibt es verschiedene Möglichkeiten, dein Passwort herauszufinden – der „Wörterbuch-Angriff“ etwa dient zum Knacken von Passwörtern, die in einem Wörterbuch vorkommen.

Wenn du für alles dasselbe Passwort verwendest, dann hat ein Hacker, wenn er erst einmal das Passwort für einen Account geknackt hat, Zugriff auf alle deine Accounts.

Dein E-Mail-Passwort muss besonders stark sein. Hacker können nämlich mithilfe deines E-Mail-Kontos die Passwörter für alle anderen Accounts ändern, die mit deiner E-Mail-Adresse verknüpft sind.

Wenn du keine unknackbaren und einzigartigen Passwörter nutzt, lädst du andere geradezu ein, in deine Accounts einzudringen. Dadurch könntest du jeglichen Zugriff auf diese verlieren. Hacker könnten deine persönlichen Daten, deine Kreditkarten- und Bankdaten, ja sogar deine Identität stehlen

Die Erstellung eines starken, komplexen Passworts ist aber nur ein Teil der Lösung. Der andere Teil: Du musst dir dein Passwort merken. Die folgenden Tipps helfen dir dabei, ein leicht zu einzuprägendes, fast unknackbares und komplexes Passwort zum Schutz deiner Daten zu erstellen.

Tipps für die Erstellung eines starken Passworts

Mithilfe dieser Tipps erstellst du starke und einprägsame Passwörter, die für Hacker so gut wie unknackbar sind und die Sicherheit deiner Accounts und deiner persönlichen Daten stark erhöhen.

1 Erstelle starke Passwörter

Auch wenn sich dieser Tipp wie selbstverständlich anhört, gibt es doch viele Menschen, die nicht wissen, was „stark“ im Zusammenhang mit der Erstellung von Passwörtern wirklich bedeutet. Sichere und starke Passwörter weisen die folgenden drei Eigenschaften auf:

  • Dein Passwort sollte aus mindestens elf Zeichen bestehen.
  • Es sollte mindestens drei verschiedene Arten von Zeichen enthalten: Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Symbole und Zahlen.
  • Vermeide echte Wörter – die sind nämlich leichter herauszufinden. (Beispiel: Dog5815)

2 Verwende für jeden Account ein eigenes Passwort

In wie viele Accounts kann ein Hacker einbrechen, wenn er die Login-Daten für einen deiner Accounts herausfindet? Sind es mehr als nur das eine, dessen Passwort er geknackt hat, dann musst du deine Passwörter ändern.

Passwörter für wichtige Konten, etwa für dein Bankkonto und deinen E-Mail-Account, solltest du niemals wiederverwenden!

3 Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet zusätzliche Sicherheit beim Login in deine Konten. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung benötigst du das Passwort für das Konto und außerdem ein weiteres Gerät, normalerweise dein Handy, für den Authentifizierungsprozess.

Du erhältst eine Aufforderung zur Verifizierung, normalerweise als SMS oder Push-Benachrichtigung. Wenn du für jedes Login dasselbe Gerät verwendest, musst du das wahrscheinlich für einen Account nur einmal erledigen.

Greifst du über ein anderes, unbekanntes Gerät auf deinen Account zu, musst du ihn erneut verifizieren. Du tust gut daran, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zumindest für deine Bankkonten, deinen E-Mail-Account und deinen Passwort-Manager (falls du einen verwendest) zu nutzen.

4 Persönliche Daten

Mithilfe persönlicher Daten erstellst du ein starkes Passwort, das du dir leicht merken kannst und das für Hacker schwer zu knacken ist.

Verwende aber nicht deinen Geburtstag! Heutzutage ist es für andere einfach viel zu leicht, deinen Geburtstag online herauszufinden.

Verwende wichtige Familiendaten, die dir etwas bedeuten, anderen aber unbekannt sind, etwa den Tag, an dem du dein erstes Auto bekommen hast oder den Tag deines ersten Rendezvous. Dein Passwort wird noch sicherer, wenn du mehrere Daten kombinierst oder zwischen ihnen ein Leerzeichen bzw. ein Sonderzeichen einfügst.

5 Kinderreime

Die Kinderreimtechnik ist eine der von IT-Sicherheitsrichtlinien bevorzugten Methoden. Nimm zuerst den jeweils ersten Buchstaben der einzelnen Wörter. Schreibe dann den ersten Buchstaben im Satz groß, ersetze bestimmte Buchstaben durch Zahlen und beende das Ganze mit einem Sonderzeichen, etwa „!“ oder „_“.

Zum Beispiel der Kinderreim „Messer, Gabel, Schere, Licht“:

„Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht.“ Du schreibst das „M“ in Messer groß; dann ersetzt du jedes „s“ durch 3 und jedes „k“ durch 5. Am Schluss setzt du ein Ausrufezeichen. So sieht dann dein Passwort aus: Mg3l3f55n!

6 Branchenjargon

Ein starkes Passwort lässt sich auch dadurch erstellen, dass man branchenspezifische Ausdrücke in ähnlicher Weise wie bei der Kinderreimtechnik verwendet. Du kannst mehrere Wörter aneinanderreihen oder einen Satz bilden und den jeweils ersten Buchstaben der Wörter als dein Passwort verwenden.

Dein Passwort wird noch stärker, wenn du einen Buchstaben im Satz, etwa das „a“, durch eine Zahl ersetzt.

7 Lieblingszeile in einem Film oder Song

Die Anwendung der Kinderreimtechnik auf deine Lieblingszeile in einem Film oder Song sorgt für ein noch besseres Passwort. Einige Kinderreime sind sehr beliebt und damit möglicherweise einfach zu erraten – je nachdem, wie sehr du die Buchstaben geändert oder andere Anpassungen vorgenommen hast.

Diese Technik ist dann besonders sicher, wenn dein Lieblingsfilm oder -song eher unbekannt ist.

8 Erstelle eine verschlüsselte Notiz

Eine Methode, sich ein komplexes Passwort einzuprägen, ist die Hardwareschlüssel-Technik. Schreibe einen Teil deines Passworts auf ein Stück Papier oder Pappe. Du könntest zum Beispiel aufschreiben: „Das ist hier die?“, wenn dein Passwort lautet: „SeinoderNichtseindasisthierdie?“.

Mithilfe dieser Methode kannst du dir dein Passwort merken, aber wer deine Notiz findet, kennt damit noch nicht dein ganzes Passwort.

9 Verwende einen Passwort-Manager

Möglicherweise hast du Probleme damit, dir alle deine Passwörter zu merken, wenn jedes davon einzigartig und komplex ist. Zum Glück gibt es einige Passwort-Manager, mit deren Hilfe du Passwörter für jeden deiner Accounts erstellen kannst, ohne sie dir merken zu müssen.

Das einzige Passwort, das du dir einprägen musst, ist das für den Zugriff auf den Passwort-Manager.

Die besten Passwort-Manager

Mit diesen Top 5 der Passwort-Manager erstellst du starke, komplexe und einzigartige Passwörter für jedes deiner Online-Konten.

1. RememBear

RememBear password manager

  • Synchronisierung über mehrere Geräte
  • Sichere AES 256-Bit-Verschlüsselung
  • Füllt Formulare automatisch aus, z.B. mit Deinen Kreditkartendaten

2. LastPass

LastPass password manager
  • Speichert unbegrenzt viele Zugangsdaten
  • Generiert starke Passwörter
  • Automatisches Ausfüllen von Formularen

3. Dashlane

Dashlane password manager
  • Passwort-Generierung mit einem Klick
  • Automatisches Ausfüllen von Formularen
  • Kann als digitale Brieftasche genutzt werden

4. KeePass

KeePass password manager
  • Hervorragender Passwort-Generator
  • Hochgradig anpassbar
  • Durch Plugins erweiterbar

5. Sticky Password

Sticky Password manager
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Starker Passwort-Generator
  • Plattformübergreifend

Zusammenfassung

Mit einzigartigen und komplexen Passwörtern für deine Online-Accounts verringerst du ganz erheblich das Risiko, dass jemand dein Passwort knackt und deine Daten stiehlt.

Passwort-Manager sind eine große Hilfe – sie nehmen es dir die Arbeit ab, dir all diese starken Passwörter merken zu müssen. Wenn du diese Tipps zur Erstellung starker Passwörter beherzigst, bist du für Hacker viel schwerer angreifbar.

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John Bennet
Verfasst von John Bennet
John Bennet ist ein erfahrener Daten- und Nachrichtentechniker sowie ein plattformübergreifender Autor und Inhaltsschreiber. Er interessiert sich stark für Cybersicherheit. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit VPNs und anderen Werkzeugen für die Privatsphäre.