Wie Du Deine IP-Adresse versteckst und anonym wirst

Zuletzt am November 03, 2019 von Valentine Milner aktualisiert

Seien wir ehrlich, wir leben in einer Welt, die langsam aber sicher unsere komplette Privatsphäre raubt. Damit Du komplett “vom Netz” bleibst, darfst Du eigentlich keinen Computer oder kein Smartphone haben. So ein Leben ist auch nicht ideal und schon gar nicht für jeden. Willst Du lediglich Deine IP-Adresse verschleiern und online anonym bleiben, musst Du nicht zu solch extremen Methoden greifen. Wende einfach die 5 unten beschriebenen Methoden an und dann sollte es OK sein.

Guck mal, wie viele Informationen sich nur von Deiner IP-Adresse sammeln lassen

5 einfache Methoden, Deine IP-Adresse zu verschleiern

Deine IP-Adresse ist ähnlich zu Deiner Anschrift. Leute können sie nachsehen und wissen dann, wo Du Dich befindest. Im Gegensatz zur Anschrift wird es aber nicht genau enthüllen, wo Dein Haus ist. Die geografische Region ist aber schon erkennbar. Dein ISP kann damit sehen, welche Websites Du besuchst und Deine Internet-Geschwindigkeiten drosseln. Webmaster können Dich blockieren und Du kannst je nach geografischem Standort nicht mehr auf deren Websites zugreifen (Netflix, Hulu und Amazon Prime sind nur ein paar Beispiele). Regierungen können Informationen über Dich verlangen vom ISP verlangen und sie in Untersuchungen nutzen oder ein Profil von Dir anlegen.

Wäre es deswegen nicht toll, wenn Du sie alle mit einer falschen IP-Adresse an der Nase herumführen könnte, während Du Deine Online-Freiheit genießt?

1. Lade ein VPN herunter und installiere es

Ein zuverlässiges VPN ist die bequemste und sicherste Methode, um Deine IP-Adresse zu verschleiern. Einige der Vorteile, die Du bei solchen Services findest, sind:

  • Ändern Deiner IP-Adresse
  • Anonym Torrents herunterladen
  • Leistungsstarke Verschlüsselung bei der Security
  • Umgehe geografisch gesperrte Websites wie Netflix und Hulu

Klar ist, dass ein VPN mehr Vorteile bietet, als lediglich Deine IP-Adresse zu verstecken. Es bietet auch robuste Security-Funktionen. Die Installation eines VPNs dauert nur wenige Minuten und Du kannst Dich schnell mit Servern verbinden, die überall auf der Welt verteilt sind. Sobald das getan ist, bekommst Du eine andere IP-Adresse und damit verschleierst Du Deinen eigentlichen Standort.

Da Du nun das alles weißt, schießt Dir wahrscheinlich schon die nächste Frage in den Kopf: “Welches VPN sollte ich benutzen, um meine IP-Adresse zu verschleiern?” Nach umfangreichen Tests bei sowohl Geschwindigkeit als auch Performance haben wir die 5 zuverlässigsten Services gefunden, die es momentan gibt.

Es ist natürlich immer reizvoll ein VPN zu benutzen, für das Du nicht bezahlen musst, um Deine IP-Adresse zu ändern. Aber frage Dich selbst: Warum kostet es nichts? Das Unternehmen ist nicht wohltätig und deswegen müssen sie irgendwie von dem Service profitieren. Sehr wahrscheinlich ist, dass Du die Kosten dafür trägst. Deswegen raten wir zu keinen freien VPNs in dieser Liste.

Rang
Anbieter
Unsere Punktzahl
Preis
Top-Auswahl
1.
Top-Auswahl
NordVPN
$3.49 / Monat
Spare 71%
Top-Auswahl
2.
Top-Auswahl
ExpressVPN
$6.62 / Monat
Spare 49%
Top-Auswahl
3.
Top-Auswahl
CyberGhost VPN
$2.75 / Monat
Spare 77%
Top-Auswahl
4.
Top-Auswahl
Surfshark
$1.77 / Monat
Spare 85%
Top-Auswahl
5.
Top-Auswahl
PrivateVPN
$1.89 / Monat
Spare 73%

2. Du kannst einen Proxy benutzen (auch wenn das nicht so schnell wie ein VPN ist)

Proxy Server sind eine ordentliche Lösung, mit denen Du Deine IP-Adresse effizient verschleiern kannst. Sie agieren als ‘Vermittler’, weil sie Deine Internet-Pakete an die verschiedenen Ziele übertragen, aber es gleichzeitig so aussieht, als kämen sie vom Proxy. Genau genommen fangen Proxy Server Deinen Datenverkehr ab und kontrollieren Deine gesamte Verbindung.

Unterschiede zwischen Proxy Servern und VPNs

Sie können beide Deine eigentliche IP-Adresse verschleiern. Hier hören die Gemeinsamkeiten von Proxies und VPNs aber auch schon auf. Hier sind die entscheidenden Unterschiede zwischen einem Proxy und einem VPN, die Du kennen solltest, bevor Du das eine oder das andere benutzt:

  • Proxies haben nicht so viele Schutzschichten an Security-Protokollen oder Verschlüsselungen. Proxy Server entfernen keine identifizierbaren Kennzeichnen und verschlüsseln weder Deine Daten noch Deine Internet-Informationen.
  • Proxies fehlt es an Spoofing-Fähigkeiten. Sie fangen lediglich den Datenverkehr pro Anwendung ab und ein VPN schützt alle Daten, die ein System verlassen oder eintreffen.

3. Verwende TOR

Use Tor to hide your IP

TOR oder auch als “The Onion Router” bekannt, ist ein freies System, das Anwender mit einem Server-Netzwerk verbindet, das von Freiwilligen betrieben wird. Genau wie ein VPN gibt es Dir eine nagelneue IP-Adresse. Es wird auch als das ‘deep/dark’ Web bezeichnet, weil Du damit Websites entsperren kannst, die mit einem normalen Browser nicht erreichbar sind. Solche ‘onion’ Websites besitzen einen anderen Domain-Namen, weil sie in den meisten Fällen zufällig erstellt werden.

Leider wird TOR aber auch gerne für kriminelle Aktivitäten benutzt. Das liegt daran, dass es anonym, frei und weitläufig verfügbar ist. Fakt ist, dass viele Nutzer des Netzwerks illegale Aktivitäten und Transaktionen durchführen. Einige schockierende Beispiele sind falsche Identitäten, Verkauf von Waffen und Drogen.

Ein weiterer signifikanter Nachteil von TOR ist die Geschwindigkeit. Warum ist es langsam? Tor leitet Deine Datenpakete durch lange Pfade und sie werden von einem Server zum nächsten weitergegeben, bis sie ihr Ziel irgendwann erreichen. Das wird natürlich getan, um Deine Internet-Aktivitäten zu schützen.

4. Benutze Dein Mobilfunknetz

Eine andere schnelle Methode, Deine IP-Adresse zu ändern, ist die Nutzung Deiner mobilen Daten. Weil es sich um ein komplett anderes System handelt, bekommst Du auf gewisse Weise eine einzigartige IP-Adresse. Ich würde Dir aber nicht raten, diese Lösung dauerhaft mit einem PC oder Deinem Notebook zu benutzen.

Verwende es hingegen im Notfall, zum Beispiel wenn Deine IP-Adresse direkt und momentan angegriffen wird. Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass es nicht nachhaltig ist, sich auf das Mobilfunknetz zu verlassen. Es ist außerdem relativ ineffizient.

5. Benutze ein anderes Netzwerk oder ein öffentliches WLAN

Willst Du Dich nicht mit komplizierten Downloads und der Installation von Apps beschäftigen, dann könntest Du Dich einfach mit einem öffentlichen WLAN verbinden, die Du in Flughäfen, Hotels und Cafés findest. Es ist eine weitere Technik, mit der Du Deine IP-Adresse verstecken kannst, während Du über das verbundene Netzwerk im Internet surfst oder streamst.

Das gewährt zu einem gewissen Grad Anonymität, weil sich die IP-Adresse nicht zurückverfolgen lässt, aber Deine Daten sind anfällig für Hacker. Deswegen raten wir Dir stark, dass Du Dich mit einem VPN verbindest, bevor Du ein ungesichertes oder öffentliches WLAN benutzt. Damit werden Deine Daten verschlüsselt und Du bekommst eine sichere Verbindung.

Das Verstecken der IP-Adresse ist nicht nur für Kriminelle und Whistleblower

Es gibt viele legitime Gründe, warum man anonym sein möchte. Dazu gehören Download von Torrents, Umgehen von geografischen Sperren, um Netflix zu gucken oder einfach nur, um die Privatsphäre zu wahren. Wie Du im Screenshot unten siehst, gibt es viele Informationen, die sich von Deiner IP-Adresse sammeln lassen. Eigentlich ist das aber unnötig und niemand muss wissen, was Du für eine hast.

Versteckst Du Deine IP-Adresse, ist das auch aus Sicht der Security sehr gut. Das ist unabhängig von ISPs oder Behörden. Wirst Du aus dem Cyberspace von Identitätsdieben oder anderen Hackern angegriffen, müssen sie lediglich Deine IP-Adresse herausfinden und sie sind nur ein paar Tastaturanschläge davor entfernt, Zugriff auf alle Deine persönlichen Daten zu bekommen.

Aus Sicht der Security sollte man pro Monat wirklich ein paar Euro ausgeben. Damit verhinderst Du auf jeden Fall, dass Deine Daten in die falschen Hände fallen. Das können der ISP, die Regierung oder auch Hacker sein. Benutzt Du die in diesem Artikel genannten Methoden, dann wirst Du auf jeden Fall zumindest Deine IP-Adresse verstecken. Auf diese Weise bleibst Du anonym, wenn Du online bist.

Deswegen raten wir zu keinen freien VPNs in dieser Liste.

1. ExpressVPN

Sobald Du Dich mit einem der mehr als 2000 Server in über 90 Ländern verbindest, bleiben Deine Online-Aktivitäten anonym. ExpressVPN hat seinen Hauptsitz auf den Britischen Jungferninseln und es gibt eine strikte Keine-Logs-Richtlinie. Das bedeutet, dass sie auch dann keine Informationen herausgeben können, wenn es einen richterlichen Beschluss dafür gibt. Das wurde während einer Untersuchung 2017 bewiesen. Die Regierung in der Türkei hat Server beschlagnahmt und konnte aber nur feststellen, dass es keine brauchbaren Informationen gibt.

Willst Du Deine IP-Adresse verstecken, um auf gesperrte Inhalte, wie zum Beispiel Netflix oder Amazon Prime zugreifen zu können, dann ist ExpressVPN eines der besten VPNs, das wir getestet haben. Du kannst geografische Sperren einfach umgehen und ohne Ladezeiten streamen.

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2. NordVPN

NordVPN bietet hervorragende Security-Protokolle und eine strikte Keine-Logs-Richtlinie. Was uns bei NordVPN am meisten gefallen hat, sind die speziellen Server. Dazu gehören auch die verschleierten Server, doppeltes VPN, Tor via VPN, sehr hohe Streaming-Geschwindigkeiten und Anti-DDoS. Mit nur einem Abonnement kannst Du bis zu sechs Geräte gleichzeitig verbinden. Das Unternehmen befindet sich außerhalb der 5-9-14 Eyes. Es hat seinen Hauptsitz in Panama. Du kannst es für MacOS, Android, Windows und iOS benutzen.

NordVPN hat auch bewiesen, dass sie Deine IP-Adresse verstecken und geografische Sperren umgehen können. Das gilt vor allen Dingen für China. Dort kannst Du über die verschleierten Server auf zensierte Websites zugreifen.

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3. CyberGhost VPN

CyberGhost

Sprechen wir von Anonymität, dann ist nichts besser, als ein Geist zu sein. Das ist die Idee, die sich hinter CyberGhost verbirgt. Das VPN betreibt Server in über 60 Ländern. Du kannst aus mehreren Security-Protokollen wählen. Dazu gehören OpenVPN, L2TP-IPsec und PPTP.

Die Anwendung bietet auch Schutz vor DNS- und IP-Lecks. Du kannst das Programm testen und stellst damit absolut sicher, dass Deine IP-Adresse angemessen versteckt ist.

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4. PrivateVPN

PrivateVPN kompromittiert Deine Security und Deine Privatsphäre absolut nicht. Sie speichern keinen Verlauf oder Informationen von Kunden und nutzen robuste Protokolle für die Verschlüsselung.

Das ist genau wie bei den anderen alteingesessene VPN Services auf unsere Liste hier. Weiterhin kannst Du den Service auf verschiedenen Betriebssystemen wie zum Beispiel Mac, Apple, Android und Windows einsetzen.

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5. IPVanish VPN

IPVanish
IPVanish bietet Dir eine verschlüsselte Internetverbindung, um Deine Security und Anonymität komplett zu garantieren. Auf diese Weise kannst Du sicher im Internet surfen, weil Du eine andere IP-Adresse benutzt. Das Unternehmen hat einen nützlichen und hilfsbereiten Kundenservice, die Dir die richtige Adresse geben werden.

Auf jeden Fall schützt Du Dich vor neugierigen Augen. Deine Aktivitäten im Internet lassen sich nicht weiter verfolgen und Deine Leitungen nicht drosseln.

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Valentine Milner
Valentine Milner ist eine erfahrene Autorin im Bereich Cybersicherheit. Sie hat für eine private Firme gearbeitet und sich danach selbständig gemacht.