Der ultimative Leitfaden für sicheres Online Browsing

Published by Abdul Oare on August 06, 2018

Inhaltsverzeichnis :

Die Gefahren bei schlechten Surf-Gewohnheiten

Gute Angewohnheiten in Sachen Cybersecurity zu unterbewerten, ist nahezu unmöglich. Es werden nicht nur immer mehr Anlagen und Identitäten digitalisiert, sondern Menschen verbringen auch immer mehr Zeit online. Virtuelle Realität, erweiterte Realität sowie tragbare Technologien sind auf einem aufsteigendem Ast. Menschen werden bald 24/7 online sein. Das bedeutet auch, dass Leute immer anfälliger für Daten-Hacks werden.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass Hacker bei den Angriffen immer kreativer werden. Symantec spricht von einem Anstieg um 8500 Prozent beim Krypto-Jacking. Dabei benutzen Cyberkriminelle den Host PC, um Kryptowährungen zu schürfen und setzen keine herkömmlichen Ransomware-Techniken ein. Das erste Zeichen, dass ein Desktop kompromittiert wurde, ist eine sehr hohe Stromrechnung, da Schürfen von Kryptowährungen sehr teuer ist.

Es wird geschätzt, dass Cyberkriminalität im Jahre 2021 6 Billionen US-Dollar kosten wird. Die Realität sieht so aus, dass Security-Experten und -Gruppen neue Angriffswellen abwehren müssen und das in einer Zeit, in der mehr Leute als je zuvor auf einer immensen Anzahl an Plattformen online sind. Cyber-Angriffe sind die am schnellsten wachsende Verbrechensart in den USA.

Auf der anderen Seite des Spektrums sammeln Firmen wie Facebook, Instagram, Twitter, Google und Amazon Daten, auf die sie eigentlich keinen Zugriff haben sollten. Ganz normale Internetanwender müssen sich also um beide Seite Sorgen machen. Zentralisierte Unternehmen sammeln Daten und Cyberkriminelle installieren Viren und greifen so auf sensible Daten zu. Firmen interessieren sich viel mehr für das Verdienen von Geld als um den Schutz der Kundendaten.

Zum Glück gibt es einige gute und einfache Techniken, mit denen sich gegen die oben genannten Praktiken vorgehen lässt. Für eine Umsetzung ist kein umfangreiches Computer-Fachwissen notwendig. Viele Leute kümmern sich aber nicht darum und halten deswegen selbst die einfachen Security-Vorkehrungen nicht ein, um sicher surfen zu können. Bist Du wie viele andere Leute für Dein restliches Leben online, dann solltest Du etwas auf die Security achten. Lies weiter und wir geben Dir die 21 besten und nützlichsten Tipps, damit Du sicher online unterwegs bist.

1 – Wähle den richtigen Browser

Einer der ersten Schritte, die Du durchführen kannst, ist die Wahl des richtigen Browsers. Der derzeit sicherste Browser ist Tor mit seinen eingebauten Security-Funktionen. Tor agiert eigentlich wie ein Virtual Private Network. Allerdings kann Tor relativ langsam sein. Wir brauchen natürlich eine Mischung zwischen Brauchbarkeit und Security.

Neben Tor sind die besten Browser Mozilla, Opera und Brave. Sie haben weniger mit großen Unternehmen zu tun, die bekanntlich die Daten der Kunden sammeln. Chrome und Safari solltest Du nach Möglichkeit meiden und Internet Explorer sowie Microsoft Edge sind am unsichersten. Verwendest Du Chrome, Safari oder Microsoft Edge, ist es sehr wichtig, dass Du eine Suchmaschine benutzt, die Deine Privatsphäre schätzt oder entsprechende Erweiterungen für den Browser einsetzt.

2 – Wähle die richtige Suchmaschine

Selbst wenn Du einen sicheren Browser benutzt, dann fütterst Du Google weiterhin mit Daten, wenn Du die Suchmaschine von Google benutzt. Der Konzern wurde beschuldigt, Kundendaten unrechtmäßig zu sammeln. Anwendern stehen aber eine große Anzahl an Alternativen zur Verfügung. Der Marktanteil von Google ist in den vergangenen Jahren tatsächlich gefallen und kleinere Suchmaschinen haben sich gemausert.

Wählst Du eine Suchmaschine, die die Privatsphäre respektiert, ist das ein wichtiger Schritt, damit Google Deine Suchanfragen nicht mehr überwachen kann. Das geschieht nämlich dauernd. Normalerweise sind die Suchanfragen verschlüsselt, Suchbegriffe verfallen und viele haben zusätzliche Funktionen für sicheres Online-Surfen entwickelt. Zu den besten Suchmaschinen mit Fokus auf die Privatsphäre gehören:

3 – Best Practices beim Surfen

Es gibt wenige, aber kritische Punkte, die beim Online-Surfen zu beachten sind. Auf jeden Fall solltest Du Deinen Computer immer sperren, wenn Du ihn verlässt und Du solltest nur auf sicheren Shopping-Websites einkaufen. Überprüfe immer, ob das grüne Schloss auf allen HTTPS-Websites zu sehen ist. Das bedeutet, sie sind sowohl offiziell als auch sicher. Es handelt sich also nicht um eine gefälschte Website, die Deinen Anwendernamen und Dein Passwort abgreift.

Der Rat ist vor allen Dingen dann wichtig, wenn Du Kreditkarteninformationen oder andere sensible Daten eingibst. Du solltest außerdem Deinen Browser-Verlauf, die Downloads und die Cookies in regelmäßigen Abständen und so häufig wie möglich löschen. Damit wird Deine Maschine schneller und es sind weniger Informationen verfügbar, die sich verfolgen und überwachen lassen.

Surfst Du im Internet, dann solltest Du Deine Browser-Software unbedingt auf dem neuesten Stand halten. Hacker nutzen häufig alte Security-Lücken aus, die sich im Browser befinden und nicht geschlossen wurden. Benutzt Du eine Anwendung oder irgendeine Software, dann lies Dir am besten immer die Datenschutzrichtlinien durch. Das kann sich ziehen. Informieren sich Leute allerdings, auf welche Daten die Anwendungen Zugriff haben, benutzen sie die Programme wahrscheinlich eher nicht. Ein weiterer Tipp für das Online-Surfen ist, die Funktion für das automatische Ausfüllen von Anmeldename und Passwort zu entfernen.

4 – Browser-Erweiterungen

Es gibt diverse zusätzliche Erweiterungen, mit denen Du sicherer im Internet unterwegs bist. Ein Werbeblocker ist streng zu empfehlen, auch wenn gute Suchmaschinen und Browser oftmals Werbeblocker in ihren Services enthalten. Zu den Werbeblockern zählen AdBlock Plus, Firefox Focus und StopAd. Du kannst auch VPN-Erweiterungen installieren, die Deine IP-Adresse verschleiern. Allerdings ist ein kompletter VPN-Service meist die bessere Alternative. Solche Erweiterungen sind unter anderem Ghostery und Hola.

5 – Benutze ein VPN

Ein Virtual Private Network (VPN) ist ohne Zweifel eine der besten Methoden, um sowohl Hacker als auch Unternehmen zu bekämpfen, damit sie keinen Zugriff auf Deine Daten bekommen. Ein VPN ändert Deine IP-Adresse und verschlüsselt die Verbindung, wenn Du Websites besuchst. Belauscht Dich ein Hacker, dann muss er die Informationen erst entschlüsseln. Behörden können außerdem Deine IP-Adresse nicht verfolgen. Gute VPN-Anbieter löschen die Protokolle sofort und speichern keine, je nach Gerichtsbarkeit. Zu den besten VPN-Anbietern gehören:

6 – Vermeide PUAs

Eine potenziell unerwünschte Anwendung (PUA) ist ein Programm, das ein Anwender herunterlädt und das unerwünscht Seiteneffekte hat. Sie sind nicht als Viren oder Malware eingestuft. Ein Beispiel ist eine Software-Anwendung, die verspricht, Deinen Computer gegen Viren zu schützen. Allerdings ändert sie auch die Standardsuchmaschine und macht es Dir schwierig, das wieder rückgängig zu machen. Weiterhin können die Programme nicht unerhebliche System-Ressourcen brauchen.

Tatsächlich sieht es so aus, dass sich viele kostenlose Anwendungen als PUAs entpuppen können. Lade deswegen nur Anwendungen und Programme mit einem guten Ruf herunter, die auch im Laufe der Zeit gut bewertet worden sind. Es ist meist besser, bei einigen qualitativ hochwertigen Programmen zu bleiben, anstatt verschiedene Erweiterungen und Antivirenprogramme zu benutzen. Lade deswegen keine PUAs herunter, die behaupten, mehr Geschwindigkeit für Deine Maschine zu liefern, weil sie häufig das Gegenteil bewirken können. Halte Dich lieber an bewährte Services, die eine hohe Qualität liefern.

7 – Deaktiviere JavaScript

Das Deaktivieren von JavaScript ist eine der nützlichsten und am meisten unterschätzten Techniken, wenn wir von sicherem Online-Surfen sprechen. Die Vorteile gehen dabei weit über Sicherheit hinaus, weil auch Deine gesamte Online-Erfahrung in Sachen Geschwindigkeit davon profitiert. Viel Werbung, modale Fenster und endlose Seiten werden auf diese Weise blockiert.

JavaScript ist ein Tool, mit dem sich komplexe Websites erstellen lassen. Besuchst Du allerdings eine Website, dann läuft JavaScript automatisch im Browser ab. Es kann schwierig sein, zu bestimmen, was das entsprechende Skript genau tut. Somit sind Besucher einer gewissen Gefahr ausgesetzt. Das Deaktivieren von JavaScript bedeutet, dass Werbeblocker irrelevant werden, weil fast sämtliche Werbung über JavaScript läuft. Facebook, Twitter, YouTube, Netflix, Google Documents und andere Anwendungen funktionieren vielleicht nicht angemessen, aber das herkömmliche Surfen im Web sollte schneller und sicherer sein.

Meist kannst Du JavaScript global blockieren und nur auf Websites zulassen, die Du regelmäßig verwendest. Dafür erstellst Du einfach Ausnahmen zur Regel. Das Deaktivieren von JavaScript ist ziemlich einfach, weil Du nur eine Häckchen in Deinem Browser abwählen musst.

8 – Löschen, Löschen Löschen: Halte deine Inhalte sauber

Viele Leute veröffentlichen viel zu viele Dinge auf viel zu vielen Websites. Menschen sind Verfasser von Inhalten geworden. Allerdings bleiben die Dinge im Internet beständig und werden für immer gespeichert, bis Du sie wieder löscht. Manchmal finden sich aber auch gecachte Seiten im Internet. Google, YouTube, Facebook, Twitter und all die großen Social Media Websites bieten die Option, dass Du Deine Daten von früheren Beiträgen und dazugehörige Bilder löschen kannst. Sieh Dir ruhig Deinen Verlauf an und gibt es Inhalte, mit denen Du nicht zufrieden bist, dann lösche sie einfach. Es kann Dich keiner daran hindern.

Die Leute haben tatsächlich mehr Kontrolle über ihre Daten, als ihnen bewusst ist. Allerdings machen sie sich nie die Mühe, altes Zeug zu löschen und ihre Inhalte zu verwalten. Zum Beispiel ist es sehr wohl möglich, Deine Facebook-Daten zu löschen. Reichst Du den Antrag zur Löschung ein, dann dauert es 90 Tage, bist Deine Daten von den Facebook Servern verschwinden. Du weißt niemals, wenn jemand Deine Online-Inhalte gegen Dich verwendet und deswegen ist eine Säuberung Deiner Daten von Zeit zu Zeit keine doofe Idee.

Vielleicht willst Du auch Foren besuchen und Inhalte überprüfen, die Du dort veröffentlicht hast. Du kannst Dich auch gleichzeitig von so vielen Mailing-Listen wie möglich abmelden. Vielleicht richtest Du Dir einen speziellen Tag ein, an dem Du Dich mit dem Aufräumen Deiner Daten auf allen möglichen Websites beschäftigst. Das ist wirklich nicht schwer und sollte nicht allzu lange dauern.

9 – Sicher mit dem Smartphone unterwegs

Viele Leute machen den Fehler, dass sie nur ihre Heim-Computer oder Notebooks absichern. Das kann aus mehreren Gründen ein großer Fehler sein. Smartphones sind noch verwundbarer als ein PC. Du nimmst sie mit und sie verbinden sich mit verschiedenen Netzwerken. Jedes Mal, wenn Du Dich mit Deinem Gerät zu einem neuen Netzwerk verbindest, steigen die Chancen, dass Du gehackt wirst.

Du kannst die Browsing-Sicherheit von Deinem Smartphone mit einem qualitativ hochwertigen VPN für Android oder iOS verbessern. Es gibt einige Smartphones, die Security als Fokus haben und sie könnten eine gute Investition sein. Genau wie bei einem Computer solltest Du auch Dein Smartphone mit einem Code schützen und es niemals unbeaufsichtigt lassen.

Über 28 Prozent der in den USA ansässigen Bevölkerung sperren nicht mal ihren Bildschirm. Das hat das Pew Research Center herausgefunden. Im gleichen Bericht steht auch, dass nur 40 Prozent ihre Smartphones aktualisieren, sobald Updates verfügbar sind. Mit Blick auf die Security solltest Du Dein Smartphone immer auf das neueste Betriebssystem aktualisieren. Natürlich können die dauernden Updates für Android und andere Betriebssystemen frustrierend für die Anwender sein.

10 – Immer 2FA nutzen

Zweifaktor-Authentifizierung (2FA) ist eine der wichtigsten Security-Vorkehrungen, wenn Du online unterwegs bist. Selbst wenn Du Dich an alle Security-Vorkehrungen hältst, besteht immer noch die Chance, dass Dein Anmeldename und Dein Passwort gestohlen werden. Hacker sind in diesen Dingen sehr kreativ und einfallsreich. Benutzt Du 2FA und ein Hacker bekommst Zugriff auf Dein Online-Shopping-Konto, bist Du weiterhin sicher.

Bei 2FA wird alle 30 Sekunden ein Code an Dein Smartphone gesendet. Du benötigst den Code, um Dich an Deinem Konto anmelden zu können. Hat ein Hacker also Deinen Anmeldenamen und Dein Passwort, dann kann er sich trotzdem nicht an Deinem Konto anmelden, weil ihm der zusätzliche Code fehlt, der sich alle 30 Sekunden ändert. Meldest Du Dich von einem neuen Browser oder einer neuen IP-Adresse an, wirst Du aufgefordert, den 2FA Code einzugeben. Die beste und populärste 2FA-Anwendung ist der Google Authenticator. Er ist für Android und iOS verfügbar. Du kannst Dein 2FA-Konto bei vielen Websites benutzen.

11 – Benutze niemals ein öffentliches WLAN

Hacker haben gefälschte WLAN-Hotspots im Einsatz, die Namen wie zum Beispiel “kostenloses WAN” tragen. Meldest Du Dich an dem Netzwerk an, dann gehören Deine Daten den Kriminellen. Versichere Dich, dass das Netzwerk, an dem Du Dich anmeldest, auch echt ist. Kaufe nur auf vertrauenswürdigen Websites ein und surfe auf solchen, wenn Du unterwegs bist. Meldest Du Dich an einem falschen Netzwerk an, dann ist die Datenmenge, die ein Hacker von Dir hat, angsteinflößend. Möglicherweise werden frühere Standorte, Passwörter, Bankdetails und so weiter enthüllt.

Besser ist es natürlich, einen Schritt weiter zu gehen und niemals ein öffentliches WLAN zu benutzen. Es ist bekannt, dass es Hacker auf öffentliche WLANs abgesehen haben. Es ist natürlich profitabler, ein Netzwerk zu hacken, in dem sich jeden Tag mehrere Hundert Leute befinden. In einem privaten Netzwerk tummeln sich nur wenige Anwender. Mit einfacher Hardware lassen sich alle Besucher in einem öffentlichen Netzwerk in ein anderes umleiten. Alle Smartphones, die sich mit dem entsprechenden Netzwerk verbinden, sind betroffen. Benutzer verbinden sich sehr wahrscheinlicher mit einem Netzwerk, das sich “McDonalds” oder “Starbucks” nennt. Danach lassen sie sich auf eine Seite leiten, die offiziell aussieht, sich in Wirklichkeit aber unter der Kontrolle des Hackers befindet.

12 – Sei beim Passwortmanagement kerativ

Benutzt Du ein Passwort auf 20 verschiedenen Websites, dann steigen die Chancen, dass ein Hacker Zugriff bekommt um das Zwanzigfache. Verwendest Du allerdings 20 einzigartige Passwörter, haben Hacker entsprechend nur auf eine Website Zugriff. Deswegen ist es wichtig, dass Du starke und einzigartige Passwörter benutzt, wann immer das auch möglich ist. Security-Experten weisen immer wieder darauf hin, dass starke und einzigartige Passwörter eine hervorragende Technik sind, um online auf der sicheren Seite zu bleiben.

Sich verschiedene Passwörter und Anwendernamen zu merken, ist keine leichte Aufgabe. Deswegen ist es am besten, wenn Du einen qualitativ hochwertigen Passwortmanager benutzt. Die Passwortmanager speichern jedes Passwort und den dazugehörigen Anmeldenamen für die jeweilige Website. Deine Anmeldedaten sind sicher und gleichzeitig wird das Anmelden beschleunigt. Es gibt diverse gute Passwortmanager und für optimalen Schutz, aktiviere 2FA für den Passwortmanager selbst. Damit stellst Du sicher, dass Dein primäres Passwort nicht kompromittiert wird.

Du kannst Deine Passwörter auch selbst verschlüsseln. Es gibt verschiedene Methoden, das zu tun. Du könntest jedem Buchstaben zum Beispiel einen Wert von +1 zuweisen. Aus einem b würde dann ein c. Dann kannst Du Deine Passwörter lokal auf einem Computer speichern. Selbst wenn Deine Maschine gehackt wird, würde sich der Hacker nicht gleich auskennen. Die meisten Websites erlauben nur 3 Anmeldeversuche, sperren danach das Konto und schicken eine Verifizierung per E-Mail.

13 – Vermeide Anwendungen

Viele Smartphone-Anwendungen haben Zugriff auf wesentlich mehr Informationen als notwendig, damit sie angemessen funktionieren. Laut einer Internet-Projektstudie von Pew haben sich 54 Prozent der Anwender gegen die Installation einer Anwendung entschieden, nachdem ihnen bewusst geworden ist, wie viele Daten sie damit freigeben. 30 Prozent der Anwender haben eine Anwendung deinstalliert, nachdem ihnen gezeigt wurde, wie viele Daten sie sammelt.

Eine weitere Studie hat herausgefunden, dass 18 Prozent der Anwendungen Zugriff auf Deine persönlichen Kontakte haben. Weiterhin haben 42 Prozent die Daten nicht verschlüsselt, die an Dritte gesendet wurden. Somit wurden also illegal gesammelte Daten geschickt, die sich auch noch von anderen Dritten hacken lassen. Erstaunliche 41 Prozent der Anwendungen können den Standort von Anwendern tracken, auch wenn die Software im Hintergrund läuft.

Im Jahre 2016 wurden 1,3 Millionen Google-Konten durch die Verwendung von Android-Anwendungen kompromittiert. Android Ransomware ist zwischen Q1 und Q2 2017 um 138 Prozent gestiegen. Hast Du ein Android-Telefon, dann triffst Du am besten Vorkehrungen und lädst erst danach Anwendungen herunter oder surfst im Internet. Android ist am stärksten betroffen, aber Smartphone-Security sollte generell eine Priorität sein. Dass iOS nicht anfällig für Malware ist, stimmt ganz einfach nicht. Auch hier gibt es einen großen Anstieg an Vorfällen mit Malware. Allerdings ist der Marktanteil geringer als bei Android. Das Betriebssystem ist frei und über eine Milliarde Leute nutzen es.

Die meisten Anwendungen fragen, ob sie Zugriff auf die Kamera und die Kontakte der Anwender haben können, auch wenn die entsprechende Software nichts damit zu tun hat. Schränke die Zugriffe für mobile Anwendungen so weit wie möglich ein. Bei einem qualitativ hochwertigen VPN kannst Du eine Ausnahme machen.

14 – Vorsicht, auf was Du klickst

Als Daumenregel kannst Du Dir merken, niemals eine ausführbare Datei zu öffnen. Solche haben .exe als Erweiterung. Du könntest einem Virus erlauben, dass er seinen Schadcode auf Deiner Maschine ausführt. Links in Direktnachrichten könnten auf Websites mit schädlichen Inhalten führen. Kommt Dir ein Anhang verdächtig vor, dann öffne ihn nicht.

Denke nach, bevor Du auf einen Link klickst und sei vorsichtig, auf was Du klickst. Viele Links in direkten Nachrichten oder E-Mails könnten Phishing-Betrügerein sein. Die URLs sieht sehr offiziell aus. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen gefälschten Auftritt, die Deinen Anwendernamen und Dein Passwort abgreifen möchte. In Beispiel wäre www.gmaial.com anstelle von www.gmail.com. Phishing-Betrügerein werden immer häufiger, weil sie sich einfach durchführen lassen und häufig geben Opfer ganz einfach Anwendernamen und Passwort heraus. Allerdings kann 2FA das Problem ziemlich abschwächen.

15 – Bookmarks

Das ist ein einfaches und sehr effizientes Tool, um sicher online zu surfen. Der technische Aufwand dafür ist sehr gering. Eine der häufigsten Betrügereien heutzutage ist Phishing. Leute setzen gefälschte Websites auf, die dem Original recht ähnlich sehen. Nutzt Du bestimmte Websites relativ häufig, dann findest Du die Echtheit heraus, indem Du auf das grüne Schloss und das HTTPS in der URL achtest. Speichere die offizielle Website als Bookmark in Deinem Browser. Möchtest Du wieder darauf zugreifen, dann hast Du so sicher die richtige Adresse. Das macht nicht nur das Surfen im Internet schneller, sondern Du tust Dich einfacher und musst nicht suchen.

16 – Spiele immer die neuesten Updates ein

Updates haben nicht nur den Zweck, dass Du neue und mehr Funktionen bekommst, sondern sie dienen häufig auch als Security-Flicken. Ein großer Prozentsatz der Hacks sind möglich, weil sich in den Software-Paketen nicht geschlossene Schwachstellen befinden. Manchmal schlummern solche Lücken mehrere Jahre. Zum Beispiel hat Operation Prowli eine vier Jahre alte Sicherheitslücke in Servern ausgenutzt, die HP Data Protector über Port 5555 ausgeführt haben. Auch Websites, die mit WordPress betrieben werden, sind ständig Angriffen ausgesetzt und Einbrüche sind oft alten Sicherheitslücken geschuldet.

Es ist also egal, ob Du Windows, Mac oder Android benutzt. Stelle immer sicher, dass Dein System auf dem neuesten Stand ist. System-Updates können nerven, aber sie sind ein notwendiges Übel. Manchmal ist es auch so, dass Deine Geräte oder Deine Software nicht angemessen funktioniert, wenn Du sie nicht aktualisierst. Aktualisierte Systeme sind normalerweise auch schneller und das ist natürlich ein angenehmer Vorteil.

Für ältere Versionen gibt es oft auch spezielle Viren, die sich auf ein spezielles Betriebssystem eingeschossen haben. Deswegen ist Windows so viel anfälliger als macOS. Die meisten Viren wurden speziell für Windows geschaffen, weil eben auch die meisten Unternehmen Windows benutzen. Bei macOS ist das Problem jünger. Das gleiche Muster kann man auch bei mobilen Betriebssystemen beobachten. Je älter die Version ist, desto eher gibt es dafür einen Virus. Auf der anderen Seite könnten neue Versionen Schwachstellen beinhalten, die noch nicht gefunden wurden.

17 – Installiere die beste Antivirensoftware

Good quality anti-virus software can also serve to block ads on your computer, which are something of a menace when browsing online. Adaware is a new form of anti-virus software that is cheap, easy to use and effective. It protects devices from malware, viruses, spyware, phishing, ads and online scams. Adaware also runs smoothly in the background and requires minimal computing resources. It is best to avoid free anti-virus programs. They will either be aggressive with ads for a paid subscription, steal your data or install some malware. They all have to make money somehow.

Additionally, your anti-virus needs to double as an anti-spyware. Anti-virus protects from viruses that could potentially destroy your files, corrupt data or take information. Spyware includes keyboard loggers and trojans that take information with regard to passwords and usernames. High-quality anti-virus software usually performs both duties.

The best anti-virus programs include Kaspersky and Norton Anti-Virus. In fact, a recent cryptocurrency mining virus (WinstarNssmMiner) targeted computers and installed itself based on what type of anti-virus program was in place on the host OS. If a high-quality anti-virus program was installed, such as Norton, Avast or Kapersky, then the virus would not even bother operating. But it would continue to work if a lesser quality anti-virus program was in place. In other words, there is no point using a lesser quality anti-virus program, as they are usually not very effective.

18 – Bringe Deinen PC zum Arzt

Du solltest Deinen Desktop Computer oder Dein Notebook mindestens einmal im Jahr zu einem Spezialisten bringen und der sollte ihn so gut wie möglich reinigen. Es gibt sehr viele Viren und Malware, die einen Computer infizieren können. Erschwerend kommt hinzu, dass es viele verschiedene Quellen gibt. Du kannst alle guten Surf-Gewohnheiten haben und andere Techniken einsetzen, aber sie werden nur geringe Auswirkungen haben, wenn Dein Gerät bereits infiziert ist. Eine komplette Säuberung kann ein guter Neustart sein und danach hältst Du Dich an die guten Surf-Gewohnheiten.

Sogenannte Keylogger könnten jeden Buchstaben tracken, den Du tippst. So ein Problem behebst Du am besten, wenn Du Deinen PC zu einem Computer-Arzt bringst. Du kannst Dich auch online erkundigen, wie Du eine Systemwiederherstellung unter Windows durchführst. Damit setzt Du Deinen Computer auf einen früheren Zeitpunkt zurück. Das ist sehr effizient, weil es auch Viren entfernt, die Du Dir vielleicht im Laufe der Zeit eingefangen hast. Es kommt hier natürlich auf den Zeitpunkt des Zurücksetzens an. Pass aber auf, dass damit auch alles entfernt wird, dass Du ab diesem Zeitpunkt installiert, heruntergeladen oder gespeichert hast. Stelle also sicher, dass Du alle wichtigen Dateien vor so einer Aktion auf einen USB-Stick sicherst und setze danach erst das System zurück.

19 – Benutze Blockchain-Technologie

Blockchain-Technologie hat das Potenzial, große Bereiche der Wirtschaft auf den Kopf zu stellen. Zu diesen Bereichen gehören Privatsphäre und sicheres Surfen. Dezentralisierte Browser sind unterwegs und Metamask.io ist eine Brücke zu einem dezentralisierten Internet. Anwender können sogenannte DAPPs in ihrem Browser ausführen. Projekte wie zum Beispiel Ethereum und Tron wollen das Internet dezentralisieren. Damit würden Google, Amazon und Facebook alle Deinen Daten nicht mehr auf zentralen Servern speichern.

Es gibt außerdem eine Reihe an ICO-Projekten, die die Branche ändern möchten. Liberdy.io ist eine GDPR-konforme Technologie, mit der Anwender die Kontrolle über ihre Daten zurückbekommen sollen. Durch die Anwendung können Anwender die Daten extrahieren, die sie mit Firmen wie zum Beispiel Google und Amazon teilen. Die Nutzer können sich entscheiden, welche Daten sie teilen möchten und die Anwendung verschlüsselt und entpersonalisiert sie, sodass sich damit kein Schindluder treiben lässt.

Werbetreibende müssen die Daten dann direkt vom Anwender kaufen. Derzeit sammeln Google und Facebook die Daten und das komplett kostenlos. Danach verkaufen sie die Informationen an Werbetreibende. Die Technologie umgeht den Mittelsmann und es wird in der Zukunft viele Blockchain-Anwendungen geben, die beim sicheren Surfen helfen.

20 – Verkaufe Deine Daten nicht

Eine erstaunlich hohe Anzahl an Leuten geben wichtige Informationen recht sorglos weiter und das in einem Bereich, in dem sich solche Daten recht einfach missbrauchen lassen. Laut einer Website finden es 16 Prozent der Erwachsenen in den USA OK, wenn ihre Online-Gewohnheiten für eine bessere Surf-Erfahrung geteilt werden. Aus Gründen der  Zeiteinsparung und eine interaktivere Show ist es für die Erwachsenen in den USA in Ordnung, dass sie ihre Daten hergeben.

Weiterhin geben 66 Prozent der US-Amerikaner Unternehmen für bessere Produkte und Services persönliche Informationen her. Allerdings ist es unnötig, den Firmen mehr Informationen als notwendig zu übermitteln. Auf gar keinen Fall ist es in Ordnung, Daten für eine bessere Erfahrung zu verkaufen. Sieh am besten zu, dass Du die kontrolle über Deine Daten behältst und gib Firmen so wenige sensible Informationen über Dich wie nötig.

21 – Surfe und sende weniger

Eine der besten Optionen, sicher beim Surfen unterwegs zu sein, ist, so wenig Zeit wie möglich online zu verbringen. Sei auf jeden Fall sehr vorsichtig, was Du online von Dir gibst und was Du suchst. Benutze auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiges VPN, weil Deine Internet-Aktivitäten möglicherweise überwacht und auch gespeichert werden. Natürlich willst Du Dich auch so gut wie möglich vor Viren und Hackern schützen.

Gibst Du Dich so wenig wie möglich mit sozialen Medien und Technologie im Allgemeinen ab, schränkst Du damit die Menge der Daten ein, die Unternehmen über Dich sammeln können. Daten, die nicht online sind, lassen sich auch nicht hacken. Das Internet ist ein riesiges Netzwerk, in dem Hacker nach Daten suchen.

Zusammenfassung: Sicheres Online Browsing

Ein Security-Bericht hat einige Security-Experten befragt und eine interessante Tabelle für Anwender zusammengestellt, die technisch weniger versiert sind. In Sachen Security für ein Konto sind die drei besten Vorkehrungen, die Du treffen kannst: einzigartige Passwörter, starke Passwörter und 2FA. Ein Passwortmanager folgt sofort danach.

Bei den Browsing-Gewohnheiten sind die wichtigsten Punkte, HTTPS zu benutzen und zu prüfen, ob die URL ein grünes Vorhängeschloss zeigt. Aufzupassen, auf was Du klickst, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Die wichtigste Security-Vorkehrung, die im Bericht erwähnt wird, ist das regelmäßige Einspielen von Updates. Du sollst so oft wie möglich aktualisieren, damit Security-Lücken gestopft werden. Ebenfalls wird erwähnt, dass Du keine E-Mail-Anhänge öffnen sollst. Die meisten Security-Vorkehrungen lassen sich sehr einfach umsetzen und dennoch kümmern sich so wenige Leute darum.

Es gibt viele Techniken, die Dich beim Online Surfen sicher halten. Die drei wichtigsten sind ein qualitativ hochwertiges VPN, der Einsatz von 2FA und ein gutes System für das Passwortmanagement. Wie im Bericht erwähnt wird, hat es viele Vorteile, wenn Du einfach den Link überprüfst, auf den Du klicken möchtest und wenn Du die URL entsprechend untersuchst.

Behalte im Hinterkopf, dass ein Hacker normalerweise nur dann Erfolg hat, wenn Du einen Virus herunterlädst oder wenn Du auf einen Link klickst oder einen Anhang öffnest. Nur dann kann er auf sensible Daten auf Deinem Computer zugreifen. Sei einfach dauernd auf der Hut und sei Dir vor allen Dingen der Gefahren bewusst. Dann wird Deine Erfahrung im Internet nicht nur besser, sondern auch sicherer.

Abdul Oare
Abdul hat als Consultant und Berater für Tech-Startups, ISPs und Telekommunikationsunternehmen gearbeitet. Es will das Web sicherer machen und deswegen schreibt er informative und interessante Artikel zum Thema Cybersicherheit.