VPN keine Protokolle: Die WIRKLICHE Geschichte & warum DU das wissen musst

Zuletzt am November 05, 2018 von Brittany Hall aktualisiert

Benutzt Du ein VPN, dann willst Du auf keinen Fall, dass eine Behörde in den Besitz Deiner Online-Protokolle kommt. Genau das kann passieren, wenn Du ein VPN benutzt, das Protokolle speichert.

Denke mal darüber nach: Du besuchst eine Website, ob das nun eine für Erwachsenenunterhaltung, eine für Torrents ist oder eine andere, die von der Regierung beobachtet wird. Schon könntest Du auf einer Beobachtungsliste der Regierung landen, obwohl Du gar nicht falsch gemacht hast.

Die Polizei müsste nur beim ISP nachfragen, welcher Kunde die entsprechende IP-Adresse zu einem gewissen Zeitpunkt hatte. Dann hätten sie die Möglichkeit, in Deinem privaten Leben zu schnüffeln.

Aber es gibt Abhilfe. Benutzt Du ein VPN, dann wird es interessanter und etwas komplizierter. Statt Deiner IP-Adresse würden Sie die des VPN Servers bekommen.

Die Polizei müsste den VPN Provider fragen oder einen Gerichtsbeschluss mitbringen, um Daten zu bekommen, die zu einer gewissen IP-Adresse gehören. Werden keine Protokolle gespeichert, dann hätte der Provider nichts in der Hand, das er der Polizei aushändigen könnte.

Nach sorgfältiger Recherche und Überprüfung der Datenschutzrichtlinien der VPN-Anbieter haben wir die fünf besten VPNs mit einer strikten Keine-Logs-Richtlinie gefunden. (Klicke hier und Du gelangst sofort zu den empfohlenen VPNs). Dieser Leitfaden erklärt Dir außerdem, was VPN Logs sind, wer sie speichert und warum Dich das interessieren sollte.

Die drei verschiedenen Arten von VPN Logs

In seiner einfachsten Form sind VPN-Protokolle die Daten, die der VPN-Anbieter für die Benutzung seiner Services speichert. Die gesamte Internet-Verbindung wird durch den Server des Providers geleitet, deswegen könnte der Anbieter alle Deine Daten mitlesen.

Deswegen brauchst Du einen VPN Service, auf den Du Dich verlassen kannst. Die Informationen, die ein VPN Provider speichert oder nicht speichert lassen sich in der Regel in drei Kategorien einteilen:

Anwenderinformationen

Es handelt sich hier um generelle Informationen über die Anwender. Im Normalfall sind einige, wenn nicht alle der nachfolgenden Informationen enthalten:

  • Benutzername
  • Passwort
  • E-Mail-Adresse
  • Vor- und Nachname
  • Zahlungsinformationen
  • Zahlungsverlauf
  • Verbleibende Dauer des Abonnements
  • Adresse
  • Land des Wohnsitzes

Zahlst Du den Service nicht anonym mit Kryptowährungen, dann sind Deine IP-Adresse und / oder Dein Anwendername normalerweise mit den Zahlungsinformationen verknüpft.

Verbindungsprotokolle

Verbindungsprotokolle sind die Aufzeichnungen aller eingehenden und ausgehenden Verbindungen zu einem VPN Server. Die Daten werden in der Regel genutzt, um den VPN Service zu optimieren und Fehler zu finden. Die Protokolle bestehen in der Regel aus:

  • Eingehende IP-Adresse (normalerweise wird sie Deinem Gerät von einem ISP zugewiesen
  • Ausgehende IP-Adresse (wird Deinem Gerät vom VPN Server zugewiesen)
  • Zeitstempel (Datum von Beginn und Ende Deiner VPN-Verbindung)
  • Übertragene Daten (die Menge an Daten, die während einer Sitzung übertragen werden)

Verbindungsprotokolle helfen dem Provider ebenfalls, den VPN Service zu betreiben. Er kann Unterstützung bieten und einen reibungslosen Ablauf garantieren.

Protokolle über die Nutzung des VPNs

VPN-Anbieter haben normalerweise Zugriff auf die gleichen Informationen wie Dein Internet Service Provider (ISP), wenn wir über die Nutzung des Internets sprechen.

In einigen Ländern sind die ISPs dazu verpflichtet, Deine Internet-Nutzung zu protokollieren. Würden die VPN-Anbieter die gleichen Informationen speichern, dann wären es vermutliche diese:

  • Listen mit besuchten Websites
  • Heruntergeladene Dateien (Name und Größe)
  • Benutzte Software und Protokolle (wie zum Beispiel Netflix, BitTorrent, Skype und so weiter)

Es gibt keinen seriösen VPN-Anbieter, der per Standard Protokolle speichert (zumindest ist das keiner, den wir jemals empfehlen würden). Viele heben allerdings Verbindungsprotokolle auf. Einige sind per Gesetz dazu verpflichtet, weil sie sich in einem entsprechenden Land aufhalten.

Einige Provider behaupten, dass sie eine“Keine-Protokolle”-Richtlinie haben. Sie sollten eigentlich keine Verbindungsprotokolle aufheben, tun das aber doch. Du solltest einen VPN Service meiden, der Protokolle speichert. Die meisten der Anbieter, die Verbindungsprotokolle speichern, sind freie VPN Services.

Zu den VPN-Anbietern, die behaupten keine Protokolle zu speichern, es aber dennoch tun, gehören TunnelBear, Windscribe and Betternet.

Was “Keine Protokolle” eigentlich bedeutet

Einfach gesagt bedeutet “keine Protokolle”, dass der VPN Provider überhaupt keine Protokolle speichert. Für einen VPN Service ist es möglicherweise schwer, so etwas zu implementieren, vor allen Dingen, wenn Nutzung der Zeit, Bandbreite und Limits bei den Geräten beachtet werden müssen. Bei freien VPNs ist das oft der Fall.

Eine häufig akzeptierte Definition einer “Keine-Protokolle”-Richtlinie ist, dass keine Informationen, mit denen sich ein Anwender identifizieren lässt, länger als ein paar Minuten gespeichert werden, nachdem die VPN-Sitzung beendet wurde.

Warum es Dich interessieren sollte, ob ein VPN eine Keine-Protokolle-Richtlinie hat

Für den Ruf eines VPN-Anbieters ist es sehr schlecht, wenn er Daten von Anwendern in irgendeiner Form herausgibt. Dazu gehören besonders Anfragen von der Polizeit oder der Regierung.

Einen Provider zu zwingen, Informationen herauszugeben, kann teuer und langwierig sein. Aber es ist möglich.

Die Angestellten eines VPN Providers werden sicherlich nicht ins Gefängnis gehen, um Anwender zu schützen. Sind allerdings erst gar keine Daten gespeichert, dann gibt es auch nichts, das sich ausliefern lässt.

Nur die Daten im Zusammenhang mit Deiner Nutzung würde schon einiges über Dich verraten. Selbst wenn Du keine fragwürdigen Websites besuchst und der Meinung bist, dass Du nichts zu verbergen hast, lassen sich Deine Daten an Dritte zu Marketingzwecken verkaufen. Benutzt Du einen freien VPN Service, dann bezahlst Du möglicherweise mit Deinen Daten.

Schütze Deine Privatsphäre, während Du eine VPN nutzt

Die Anzahl der VPN-Anwender hat in den letzten Jahre stets zugenommen.  Laut einer aktuellen Studie haben fast 25 Prozent aller Internet-Anwender im letzten Monat ein VPN benutzt. Grund sind immer größere Sorgenfalten wegen Privatsphäre auf der ganzen Welt. Einige wollen nicht, dass ihr Standort enthüllt wird, andere wollen geografische Sperren umgehen und Plattformen wie zum Beispiel Netflix nutzen. Wieder andere wollen einfach eine zusätzliche Schutzschicht für Ihre Privatsphäre haben.

Die Gründe sind gar nicht so wichtig, warum Du ein VPN benutzt. Du solltest auf jeden Fall die Grundlagen der VPN Security kennen, um den maximalen Nutzen aus Deinem Abonnement zu ziehen.

Das Konzept eines VPNs erscheint vielleicht komplex und die Fachbegriffe sind verwirrend, das geben wir zu. Du musst aber auch nicht alles wissen, aber ganz oben auf der Liste sollte das Thema Keine-Protokoll-Richtlinie stehen.

Die meisten VPN-Anbieter weisen mit Sicherheit darauf hin, dass alle Protokolle über Verbindung und Datenverkehr der Anwender gelöscht werden und somit auch alle sensiblen Informationen.

Allerdings denken viele auch, dass ein VPN in Sachen Privatsphäre perfekt ist und finden später heraus, dass die Richtlinie zur Protokollierung doch nicht so privat ist, wie die Marketing-Abteilung angepriesen hat.

Wie kannst Du Dir also sicher sein, eine lupenreines und transparentes VPN zu bekommen, das wirkliche eine Keine-Protokolle-Richtlinie lebt?

Die fünf besten VPNs, die keine Logs speichern

1NordVPN

NordVPN
  • Überwacht keine Daten, speichert und teilt auch keine
  • Notausschalter verhindert versehentliche IP-Lecks
  • Transparente Datenschutzrichtlinie
  • Zahlreiche Funktionen für Security, Streaming und P2P

NordVPN bezieht ganz klar Stellung gegen Speicherung von Protokollen und das sind für Anwender, die Wert auf Privatsphäre legen, gute Nachrichten. In der Datenschutzrichtlinie ist zu lesen, dass “Deine Aktivitäten während der Nutzung von NordVPN.com nicht überwacht, gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden”.

Der Anbieter hat seinen Hauptsitz in Panama und das bedeutet wiederum, dass es keine Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung gibt und es müssen auch keine Daten and die Regierung ausgehändigt werden. NordVPN sammelt diverse Informationen über die Nutzer, wie zum Beispiel Kontodetails und Zahlungsmethode, das das ist kein Anlass zur Sorge und kompromittiert Deine Privatsphäre nicht.

Kunden können es sich aussuchen, anonym mit Kryptowährungen zu zahlen. Es gibt außerdem optionale Funktionen wie zum Beispiel eine dedizierte IP-Adresse, Double VPN und noch zusätzliche Security-Schichten.

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2ExpressVPN

ExpressVPN
  • Hebt keine Protokolle auf
  • Mehrere Premium-Security-Funktionen
  • Akzeptiert Zahlung via Bitcoin
  • Sehr schnell

ExpressVPN hat seinen Hauptsitz auf den Britischen Jungferninseln. Dort gibt es keine Gesetze zur Datenaufbewahrung oder Berichterstattung. Aus diesem Grund kann der VPN-Anbieter die Privatsphäre des Anwenders in den Fokus stellen.

Die Datenschutzrichtlinie ist extrem detailliert und umfangreich. Es wird darin klar darauf hingewiesen, dass “keine sensiblen Protokolle in den Systemen gespeichert werden.”

Im Jahre 2017 hat die Türkei den Provider dazu zwingen wollen, Informationen über Anwender herauszugeben. Das geschah im Zuge einer Untersuchung. Allerdings konnte ExpressVPN dem Gesuch nicht Folge leisten, weil sie keine Protokolle von IP-Adressen speichern. Das gilt auch für den Browser-Verlauf, Traffic-Daten oder DNS-Anfragen.

ExpressVPN ist weiterhin eines der schnellsten VPNs, das derzeit auf dem Markt ist. Der Provider bietet Security-Funktionen wie zum Beispiel Schutz vor DNS-Lecks, einen Notausschalter und Split Tunneling.

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3CyberGhost

CyberGhost
  • Keine Protokolle über Traffic oder Verbindungen
  • Umfangreiche und detaillierte Datenschutzrichtlinie
  • Unterstützt P2P, allerdings ist die Geschwindigkeit nicht die beste
  • Schicke Oberfläche

CyberGhost hat seinen Hauptsitz in Rumänien. Das Land ist bekannt dafür, die Privatsphäre der Leute zu respektieren. Deswegen können VPN Provider hier eine strikte “Keine-Protokolle”-Richtlinie leben.

Es wird sehr starke Verschlüsselung benutzt und Anwender profitieren von den fünf gleichzeitigen Verbindungen zu den VPN Servern. CyberGhost hälte die Sitzungen einfache und privat.

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4IPVanish

IPVanish
  • Echte Keine-Protokolle-Richtlinie
  • Stellt Notausschalter zur Verfügung
  • Unterstützt P2P
  • Verschlüsselung mit 256-AES

Im Juni 2016 wurde IPVanish von den Behörden in den USA aufgefordert, Informationen auszuhändigen, die im Zusammenhang mit einem brisanten Fall standen. Es sieht so aus, als wäre das Unternehmen mit Sitz in den USA der Bitte nachgekommen.

In der Zwischenzeit wurde IPVanish an eine Firma mit Namen StackPath verkauft. Der neue CEO hat mehrfach verlauten lassen, unter anderem auf Reddit, dass sich die Zeiten geändert haben. Egal wer Informationen anfordert, er wird “das Recht auf Privatsphäre der individuellen Personen notfalls mit seinem Leben verteidigen.”

Nun anfordern

5Private VPN

  • Schutz vor DNS-Lecks
  • Keine-Logs-Richtlinie
  • 6 simultane Verbindungen
  • Ausgezeichnete Apps für Mobilgeräte

Private VPN hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und betreibt über 80 Server in 52 Ländern. Der VPN Service stellt sowohl einen Notausschalter pro App als auch einen Firewall-basierten Notausschalter zur Verfügung. Weiterhin gibt es kompletten Schutz vor DNS-Lecks.

Jetzt anfordern

Fazit

Um sicherzustellen, dass Deine Privatsphäre gewährt wird, benutze einen VPN Service mit einer echten “Keine-Protokolle”-Richtlinie. Eine Keine-Protokolle-Richtlinie ist ein Muss für einen VPN-Anbieter, um in die engere Auswahl zu kommen.

Brittany Hall
Brittany ist eine erfahrene Expertin beim Thema Web-Sicherheit. Sie interessiert sich stark für alle möglichen Technologien. Sie setzt sich stark für Online-Datenschutz und Cybersicherheit ein.